RFID News aktuell
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© Markus Rödder

Wenn eine Parkhausgesellschaft wie die Aachener Apag mit rund 7.000 verwalteten Parkplätzen auf RFID umstellt, ist das an sich noch keine eigenen Meldung wert. Schließlich hat die Branche bereits seit einigen Jahren die Zeichen der Zeit erkannt und das klassische Parkticket verschwindet mehr und mehr. Doch wie auch RFID im Blick weiß, waren die Aachener mit die Ersten, die RFID-Identifikation mit einem Online- basierten Abrechnungssystem kombinierten und nun – nach fünf Jahren- ein erstes Fazit ziehen. Dieses fällt uneingeschränkt positiv aus und vor allem Dauerparker sind von der neuen Abrechnungsmethode begeistert.

Die Gründe liegen auf der Hand, denn RFID spart eine Menge Zeit und zudem die lästige Suche nach Kleingeld. Die RFID- Tags werden an die Windschutzscheibe geklebt, der Rest erfolgt automatisch. Mittlerweile ist das System auch für Tagesparker nutzbar, wenn diese einen Pfand hinterlegen, um das System zu nutzen.

Übrigens ist das RFID- Parken auch deutlich umweltfreundlicher. So dauert die Anfahrt an ein Parkhaus nur noch zwei anstelle der sonst durchschnittlichen sieben Sekunden was eine erhebliche Reduzierung der Staus zur Folge hat. Mal schauen, wann jedes Parkhaus RFID nutzt. Angesichts der doch recht geringen Implementierungskosten muss dies nicht mehr lange dauern.

Zum Selberdrucken: RFID aus Nanopartikeln
© courtneyBolton

Für einen Ausweis oder ein anderes amtliches Dokument wird die neue Technik sicherlich nicht geeignet sein. Wohl aber für einen Supermarkt oder eine Bibliothek. Gemeint ist die neueste Generation von RFID- Chips, die mit Kohlenstoff- Nanoröhrchen ausgerüstet sind. Worin der Vorteil besteht? Ganz einfach: die Nanotechnologie lässt sich in Druckertinte integrieren, sodass RFID- Etiketten künftig von zu Hause aus gedruckt werden könnten.

Ich verwende bewusst den Konjunktiv, weil die Technologie noch lange nicht ausgereift geschweige denn vermarktbar ist. Die Tageszeitung "Die Welt" wagt auf ihrer Webseite jedoch den Blick in die Zukunft und berichtet von Funkchips, die nur noch ein Drittel so groß sind und immerhin eine Reichweite von 300 Metern haben sollen.

Mal schauen, wann sich ein Unternehmen findet, das auf diesen neuen Trend aufspringt bzw. diesen weiterentwickelt. Bislang wurde die Idee lediglich an der Rice University in Houston erprobt – dort allerdings mit Erfolg.

RFID - doch keine Alternative?
© elsewisemedia

Die Überschrift ist ein wenig irreführend. Denn anstatt über die Zukunft von RFID zu spekulieren, müssen wir erst einmal konstatieren, dass die Funkchips mittlerweile in so ziemlich jedem Lebensbereich Einzug gehalten haben. Doch bedeutet dies automatisch, dass RFID immer besser ist als beispielsweise Strichcodes?

Laut einem Artikel im Handelsblatt kommt es darauf an, wer aus welchem Grund auf die neue Technologie umsteigt und es ist keineswegs immer die bessere Alternative. Der Hype hat dafür gesorgt, dass auch viele Mittelständler auf das neue System umgestiegen sind und erhebliche Anpassungsschwierigkeiten hatten. Dabei hätte das funktionierende Barcode- System es ebenfalls getan und wäre allemal eine Insellösung vorzuziehen gewesen.

So ist es beispielsweise wenig sinnvoll, ein vergleichsweise wertloses Produkt mit RFID auszustatten. Ebenfalls sollte man sich überlegen, ob die RFID – Chips in metallreichem Umfeld zum Einsatz kommen, denn in diesem Fall ist der Aufwand deutlich höher.

Fazit: zunächst sollte jedes Unternehmen kritisch prüfen, ob und wofür RFID zum Einsatz kommen soll und kritisch die Machbarkeit, die Kosten und den Nutzen in Beziehung setzen. Vielleicht kommt am Ende ja dann doch ein "nein" zu RFID heraus.

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