RFID: Zeitmessung im Schnürsenkel
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Zu den zahlreichen Bereichen, in denen mittlerweile RFID-Technologie durch und durch sinnvoll eingesetzt wird, gehören auch Massensportveranstaltungen. Ein Beispiel ist der Berlin Marathon. Die einzelnen Sportlerinnen und Sportler wurden dort, einem bericht bei PC Welt zufolge allesamt mit RFID-Funkchips getrackt. Jeder Teilnehmer ist mit einem Champion-Chip-Transponder ausgestattet, der sich während des Laufes bei den Antennen der Messpunkte automatisch meldet. Der Läufer bekommt davon kaum etwas mit: Der münzgroße RFID-Chip ist am Schnürsenkel befestigt, die Scan-Station befindet sich in quer über die Strecke gelegten Tartanmatten. "Üblicherweise haben wir bei Marathonläufen alle fünf Kilometer eine Messstation", sagt Mika. Die Zwischenzeiten der Läufer werden von einer Software erfasst und in einer Datenbank abgelegt.
Somit ist es problemlos möglich, jedem Läufer seine genauen Zwischenzeiten oder auch die durchschnittliche Laufgeschwindigkeit und die "Netto-Laufzeit" mitzuteilen. Ebenfalls war es im Fall des Berlin-Marathons möglich, anhand der Zwischenzeiten Schummeleien aufzudecken. Die Funktionsweise ist dabei denkbar einfach und wird in dem Bericht wie folgt zusammengefasst:
Das technische Prinzip ist einfach und ausgereift. Bei der Zeitmessung kommen so genannte "passive" Chips zum Einsatz, die selbst keine Energiequelle benötigen und meist nur eine eindeutige Identifikationsnummer enthalten. Die persönlichen Daten des Läufers wie Startnummer, Geschlecht, Alter, Adress- und Messdaten werden erst in der Datenbank mit der Chip-ID verknüpft. Ausgelesen wird der Radiochip an den Messstationen. Ein schwaches elektrisches Feld liefert die nötige Energie und stößt gleichzeitig die Transponder an, ihre Daten auf einer Funkfrequenz zu senden. Das Empfangsteil des Scanners nimmt die Daten entgegen und legt sie in einer Datenbank ab.
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