RFID wird fashionable oder: Vom modischen Nutzen der Funkchips
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RFID ist in aller Munde doch mal ehrlich: Ein wirklich massentaugliches und spannendes Thema sind die Funkchips nicht. Wen interessiert es schon, wenn beim Logistikunternehmen XY rationalisiert oder wenn die Supply-Chain eines Lieferanten optimiert wird? Genau genommen doch wohl nur diejenigen, die in diesen Branchen zu Hause sind.
Doch folgt man eine Kolumne in den Stuttgarter Nachrichten, so gewinnt man den Eindruck, dass RFID durchaus auch "sexy" und spannend sein kann, dann nämlich, wenn man die Transponder in der Mode einsetzt. Unter der Überschrift Die absolute Kleidung räsoniert Peter Glaser darüber, wie smart smarte Bekleidung sein könnte. So lesen wir:
Die Textilien geben bekannt, was man an welchem Tag und zu welcher Zeit getragen hat, und eine Software gibt Empfehlungen für Unentschlossene. Dabei helfen sollen einer im "International Journal of Internet Protocol Technology" veröffentlichten Forschungsarbeit zufolge in die Kleidung integrierte Funkchips (RFID). Die Informatikerinnen Sea Ling und Maria Indrawan von der Monash University in Melbourne berichten, dass ein Prototyp der Software nach einer Lernphase passend zur Tages- und Jahreszeit angemessene und sozusagen individuell maßgeschneiderte Ratschläge erteilt.
Eine prima Idee, die noch über die RFID-Umkleidekabinen hinausgeht. Wenn die Kleidung dann auch noch günstig genug und waschmaschinenfest ist, könnte sich RFID auf diesem Umweg zu einem echten Massenphänomen entwickeln…. aber wohl frühestens in fünf Jahren …
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Warum soll das erst in 5 Jahren möglich sein? Das funktioniert im hier und jetzt auch schon ganz prächtig! Ich kaufe mir eine Jeans bei H&M mit einem RFID Chip, gehe zur Kasse und bezahle mit meiner Bankkarte. Nach dem Bezahlvorgang bucht die Kasse meine Jeans aus (dazu ist der Chip ja da, damit der Lager-Computer weiß, wann wie viel von was nachbestellt werden muss).
Bei diesem Ausbuch-Vorgang weiß ja niemand, welche Daten noch so erfasst werden. Es ist ja möglich, das mit meiner einmaligen Jeans-ID auch die Daten meiner Bankkarte abgelegt werden. Oder noch besser: mit meiner Mega-Bonus-Kunden-Karte verknüpft werden (selbst Schuld wer eine hat)!
Geil, immer wenn ich mit meiner Jeans irgendein H&M Laden in Deutschland betrete, können die mich gleich mit Namen begrüßen und mir aus allen bisher gekauften Artikeln ein ganz persönliches Angebot meiner bevorzugten Kleidungsstücke anpreisen! Hurray…
Vielleicht werden wir das ja tatsächlich erleben. Und heißt es nicht auch, dass das Einkaufen wieder persönlicher werden soll. Mit RFID wird es möglich.
Ich glaube nur trotzdem, dass es noch eine Weile dauert, bis sich derlei futuristische Ideen auch in der Masse etabliert haben und sich KundInnen über Vorschläge und Anregungen ihrer Chips freuen…