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RFID vor dem Durchbruch

Posted by admin in Trends
RFID vor dem Durchbruch

Die Tage, in denen RFID eher ein Thema für Technikbegeisterte und Pioniere war, scheinen gezählt. Denn laut Inside-Handy sieht die deutsche IT-Industrie

RFID (Radiofrequenz-Identifikation) in Deutschland und Europa vor dem Durchbruch. Die Markteinführung berge große Chancen für Wirtschaft, Verbraucher und Mittelstand. Diese einhellige Meinung der Experten ist das Ergebnis einer Branchentagung, die vergangene Woche in Berlin vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), dem Branchenverband BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) in Kooperation mit dem Bundeswirtschaftsministerium und der Cebit veranstaltet wurde.

In einem Pressetext lesen wir:

"2006 ist das Jahr des Durchbruchs von RFID in Deutschland. Neben der Wirtschaft gerade in dem Bereich Logistik und Handel werden insbesondere auch die Verbraucher von RFID profitieren", sagt der Vorstandsvorsitzende des Informationsforums RFID, Michael Ten Hompel. Als Beispiele nennt Ten Hompel die steigende Sicherheit in Krankenhäusern, wo RFID zur Verwaltung von Medikamenten und Patientendaten eingesetzt wird. Durch RFID-Chips können etwa Mediakementenpackungen mittels Funkwellen identifiziert werden.

Dieser Durchbruch wird bei golem.de auch mit Zahlen unterfüttert:

Laut einer Studie der Deutschen Bank wächst der Weltmarkt für diese Systeme sowohl im Hard- und Software-Bereich als auch bei den Dienstleistungen von 2004 bis 2010 von 1,5 auf 22 Milliarden Euro.

Doch bei all dieser Euphorie bleibt immer auch die Frage nach dem Datenschutz:

Obwohl die Verbreitung von RFID in den nächsten Jahren stark zunehmen soll, sind die Auswirkungen auf die Persönlichkeitsrechte der Konsumenten bislang nicht systematisch untersucht worden. Die deutsche Vereinigung für Datenschutz befürchtet, dass ein Unternehmen, das die kleinen Chips zur Standortbestimmung von Produkten einsetzt, ohne allzu großen Aufwand in der Lage sei, mit Daten aus der Videoüberwachung in Geschäften oder dem Zahlvorgang an der Kasse einen Personenbezug herzustellen.
Der Verbraucherschutz sieht noch klaren Diskussionsbedarf und fordert vom Handel ein Datenschutz- und Verbraucherschutzkonzept für den Einsatz von RFID. Darin solle die Zusicherung enthalten sein, RFID nur offen, zeitbegrenzt und zweckgebunden in Konsumartikeln zu verwenden.


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