RFID verdreifacht Zahl der Bibliothekenbesucher
abgelegt im Archiv News am 08.01.07
Das nenne ich mal eine Erfolgsmeldung. Einem Bericht auf golem.de zufolge, hat die Universitätsbibliothek Karlsruhe die Zahl ihrer Besucher seit April 2006 verdreifacht. Der Grund liegt in der 24-stündigen Öffnung des Gebäudes, das natürlich auch kein Wochenende kennt. Die hierfür erforderlich Ausstattung wurde mit dem sogenannten "BiblioChip"-System des Unternehmens Bibliotheca RFID Library Systems aus der Schweiz realisiert.
Jedes Buch ist dabei mit einem RFID-Chip versehen, der neben einer reibungloseren Abwicklung auch eine größere Sicherheit für teure Exponate gewährleistet:
Außer den längeren Öffnungszeiten durch Selbstausleihe hat die RFID-Technik gegenüber barcodes noch einen weiteren Vorteil: Beim Entleih- und Rückgabevorgang werden mehrere Bücher zeitgleich erfasst. Bisher musste jedes Etikett im Innenbuchdeckel einzeln ausgelesen werden. Die RFID-Chips von Infineon bieten außerdem Sicherheitsfunktionen und sollen dem Diebstahl wertvoller Bücher vorbeugen. Dies würde ähnlich dem Diebstahlschutz im Einzelhandel durch eine Schranke realisiert, die bei berührungslosem Kontakt mit dem RFID-Chip im Buch einen Signalton abgibt.
Besonders attraktiv scheinen dabei die nächtlichen Öffnungszeiten zu sein. Heise.de berichtet:
Ein Viertel der Nutzer arbeite inzwischen nachts zwischen 19 und 9 Uhr, zehn Prozent der Nutzung falle auf das Wochenende. Insbesondere am Sonntag würden die zusätzlichen Arbeitsstunden bis spät abends wahrgenommen. Im Vergleich zu samstags gebe es sogar doppelt so viele Besucher.

Tags: RFID Bibliothek Öffnungszeiten Bücher Ausleihe Buchungssystem Bibliotheca
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Wong
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