RFID schafft Orientierung für Blinde
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Ob RFID nun Fluch oder Segen ist, wird nachwievor kontrovers diskutiert. Im Fall des Pilotprojekt "Sesamonet" kann man aber mit Fug und Recht von einem "Segen" sprechen, denn wie die Welt berichten, soll hier mit Hilfe von RFID-Chips Blinden und seebehinderten Menschen der Weg gewiesen werden.
Vor wenigen Tagen ist aus dieser Idee in Laveno am Lago Maggiore, einem kleinen Ort mit 9000 Einwohnern, Realität geworden.[...] Wir wollen auf einem ein Kilometer langen Weg entlang der Seepromenade Funkchips als elektronische Wegmarkierung in den Boden einbringen", erklärt Projektleiter Sironi.
Mit Hilfe eines speziellen Blindenstocks, werden Informationen automatisch aus- und vorgelesen. Sätze wie "Attenzione, lavori in corso" – "Vorsicht Bauarbeiten im Gang." warnen dann im Alltag vor eventuellen Gefahren.
Jeder Funkchip im Boden lässt sich anhand seiner Nummer eindeutig zuordnen und dient als elektronische Wegmarkierung. Die Antenne im Blindenstock liest die Daten ein und gibt sie an den Minicomputer weiter. Der wiederum setzt die Position des Sehbehinderten in die für die jeweilige Stelle zutreffenden, gesprochenen Texte um, die in einer Datenbank gespeichert sind.
Klar, dass ein solches System auch in großen unübersichtlichen Gebäuden Sinn machen kann. Denn auch als Sehender kann man sich in so manchem Amt, Messenhallen oder Flughäfen durchaus mal verlaufen.
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