RFID optimiert Ersatzteilgeschäft in der KFZ-Branche
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Das Ersatzteilgeschäft ist eine der tragenden Säulen im Automobilbereich. Ecin.de schreibt hierzu:
Bei Neu- und Gebrauchtwagen sind die Gewinnmargen trotz des hohen Umsatzanteils gering. Der Umsatz des Geschäftes mit Teilen und Zubehör beträgt zwar nur 8 % des Systemgeschäftes, steuert aber 58% des Profits bei.
Diese für die automobilhersteller so wertvolle Basis des OEM[Original Equiptment Manufacturer]-Teile- und -Zubehörgeschäftes ist jedoch in Gefahr. In einem Szenario zur Entwicklung des Automobil-Systemgeschäfts bis 2015 verlieren die Hersteller wesentliche Teile des Marktes an freie Lieferanten.
Um diesen negativen Trend zu stoppen, kommen zunehmend so genannten Rückverfolgungskonzepte zum Tragen:
RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) in Kombination mit intelligenten Lösungen der Informations- und Kommunikationstechnologie, lässt solche Rückverfolgungskonzepte (Traceability-Konzepte) Wirklichkeit werden.
Mit diesen Konzepten kann noch besser verfolgt werden, ob es sich bei einem Ersatzteil tatsächlich um ein OEM-Teil oder um eine qualitativ schlechtere Fälschung handelt. Insbesondere in punkto Garantie und Gewährleistungen könnten Werkstätten so den Mehrwert von Originalteilen erkennbar werden lassen und eine Prüfung erleichtern.
Denn:
Vertragswerkstätten brauchen technologische Lösungen, um Teile zu identifizieren und Daten fehlerhafter OEM-Teile an den Automobilhersteller zu übermitteln. Weiterhin sind bei Werkstätten und Händlern innovative, logistische Konzepte zur Reduzierung der Anlieferzeiten von OEM-Teilen und der Verringerung der Kapitalbindung notwendig. Sie stellen eine hohe just-in-time Verfügbarkeit der Teile bei den Werkstätten sicher. Diese können dann – on-demand – die Teile sofort einbauen.
Traceability-Konzepte und -Technologien ermöglichen darüber hinaus, einem Garantiemissbrauch bei Werkstätten vorzubeugen. Ausgetauschte OEM-Teile werden nachverfolgt bis zur nachgewiesenen Verschrottung. Dies verhindert eine unberechtigte Wiederverwendung bzw. einen illegalen Wiederverkauf.
Die Voraussetzungen für umfassende Lösungen bestehen bereits. Die Anforderungen an eine State-of-the-art Lösung sind vielfältig und umfassen beispielsweise die folgenden technischen Aspekte:
- die Technik der Kennzeichnung von Teilen
- die Wahl geeigneter Datenträger
- die Festlegung von Art und Ort der Anbringung an den Bauteilen
- die Fälschungssicherheit und Haltbarkeit der Kennzeichnung
- das kontaktlose Scannen und Lesen der Daten zur eindeutigen Identifikation der Teile
- eine automatische und präzise Zuordnung von Bauteilen zu Unternehmen bzw. Fahrzeugen (Hersteller, Versionsnummer etc.) zur Rückverfolgung
Derzeit ist der Barcode die meistverbreitete Lösung für die Teile-Identifikation. Er ist im Kostenvergleich derzeit noch günstiger und in den meisten Unternehmen besteht die notwendige Infrastruktur. Aber: Labels werden inzwischen perfekt gefälscht und die Zahl der Plagiate ist gestiegen. Radio Frequency Identification (RFID) ist sicherer und vielseitiger.
Derzeit ist der Barcode die meistverbreitete Lösung für die Teile-Identifikation. Er ist im Kostenvergleich derzeit noch günstiger und in den meisten Unternehmen besteht die notwendige Infrastruktur. Aber: Labels werden inzwischen perfekt gefälscht und die Zahl der Plagiate ist gestiegen. Radio Frequency Identification (RFID) ist sicherer und vielseitiger.
In dem Artikel wird zudem darauf eingegangen, in welcher Form RFID zum Einsatz kommen kann:
RFID-Technologie ermittelt die Originalität des ganzen Fahrzeugs. An den einzelnen Stationen des Logistikweges von Ersatzteilen und Fahrzeugen werden die RFID-Etiketten ausgelesen und die Angaben überprüft. Jede Überprüfung wird mit Datum und Uhrzeit auf dem Transponder vermerkt. Unregelmäßigkeiten können auf diese Weise leicht nachvollzogen werden.
Werkstätten wären mit einem RFID-Portalleser in der Lage, ganze Kraftfahrzeuge schnell und zuverlässig auf OEM-Teile zu überprüfen. Beim Einbau in der (Vertrags-)Werkstatt wird die Authentizität der Teile bestätigt und eine erweiterte Mobilitätsgarantie gewährt. Die zugehörigen Daten und Informationen sind an den Automobilhersteller zu übermitteln, der sie speichert und weiterverwendet.
Doch damit nicht genug:
Durch weitere Anwendungsgebiete, schon allein im After-Sales-Bereich, steigt der Nutzen, den RFID stiften kann. Erweiterte Einsatzgebiete sind unter anderem:
- eine effiziente Logistiksteuerung der Einzelteile in den Werkstätten
- der Einsatz als Generaltransponder zur Komplettspeicherung aller Fahrzeugdaten als "Gesundheitskarte für das Auto"
Darüber hinaus bestehen weitere Potenziale der RFID-Technologie im Bereich der Zulieferer, der Produktionsteuerung, in der Distribution und schließlich auch im Recycling- Bereich. In der Summe und verbunden mit einem weit blickenden Konzept werden alle diese Anwendungsgebiete RFID in absehbarer Zeit für den flächendeckenden Einsatz qualifizieren.
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