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Trends
von Christoph Römer am 17.07.06

Offensichtlich scheint dieses Beispiel mittlerweile Schule zu machen. Zumindest aber ist RFID bei den IT-Abteilungen deutscher Kliniken im Gespräch.
Wie eine Studie des IDC unter dem Namen "IT-Trends im Gesundheitswesen in Deutschland" zeigt, ist der Einsatz von RFID-Technologie jedoch noch sehr umstritten. Die Untersuchung
stützt sich im Wesentlichen auf Ergebnisse einer von IDC durchgeführten Befragung unter 50 IT-Verantwortlichen aus öffentlichen und privaten Krankenhäusern
Ecin fasst die kontroversen Meinungen hierzu zusammen:
Die meisten Einrichtungen wollten durch den Einsatz der elektronischen Patientenakte in erster Linie eine Steigerung der Effizienz, beispielsweise durch die Beschleunigung von Arbeitsabläufen, erreichen, meint Joachim Benner von IDC. Daneben strebten sie auch eine Erhöhung der Behandlungsqualität und der Transparenz innerhalb des Krankenhauses sowie die Vereinfachung der Archivierung von Patientendaten und Dokumenten an. In diesem Zusammenhang fällt auch immer wieder das Stichwort RFID, obwohl die meisten Krankenhäuser eher verhalten darauf reagierten. Besonders Fragen des Datenschutzes machten den Entscheidern Probleme. Hier wird eine sehr hohe ablehnung bei Patienten und Mitarbeitern gesehen.
Auch die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte und des elektronischen Heilberufsausweises, die Teil der Reformbemühungen im deutschen Gesundheitswesen sind, werden durchaus kontrovers diskutiert. Wie die Studie zeigt, sehen Befürworter hierin die Möglichkeit, die Kosten des Gesundheitswesens deutlich zu reduzieren, während Kritiker dies bezweifeln und vor Sicherheitsrisiken warnen. Nur etwas mehr als die Hälfte der befragten IT-Verantwortlichen erwartet, dass die Einführung der neuen Technik, zumindest teilweise, die Erwartungen erfüllen wird.
Welche Möglichkeiten die RFID-Technologie im Klinikalltag hat, wurde bereits vor gut einem Monat im INFG-Weblog aufgezeigt. Dort geht es zum Beispiel um einen Modellversuch, in dem "selbstreinigende" Betten getestet werden sollen:
Kliniken in Deutschland testen zurzeit Betten mit integrierten RFID-Chips. Ziel ist es, die Reinigungsprozesse bei Klinikbetten zu optimieren und dadurch deren Auslastung zu verbessern.
Siemens Business Services (SBS) und der Hersteller von Krankenhausbetten Stiegelmeyer GmbH Co. KG setzen das Pilotprojekt um. Dabei werden die Betten einer ausgewählten Station mit zwei wiederbeschreibbaren UHF-RFID-Transpondern versehen. Jedes Bett erhält eine ihm zugeordnete Nummer, die auf den Chips gespeichert ist. Diese funken ihre Daten an den Ein- und Ausgängen der Station und der zentralen Bettenaufbereitung an entsprechende RFID-Lesegeräte. Von dort fliessen die Informationen in die Datenbank der Betten-Management-Software "B.Ioc", wo sie gespeichert werden. So erkennt das System beispielsweise, wie lange das Bett schon nicht mehr in der Bettenaufbereitung registriert wurde. Es schliesst von daher auf den Reinigungsbedarf und erteilt automatisch eine Anweisung hinsichtlich der erforderlichen Massnahmen. War das Bett nur einen Tag auf der Station, reicht eine einfache desinfizierende Reinigung aus. Nach drei Tagen ist in jedem Fall eine vollständige Desinfektion fällig.
Zudem sind in der Software Reparaturinformationen und Wartungsintervalle hinterlegt, die in der Bettenaufbereitung automatisch angezeigt werden.
Mit Hilfe dieses Systems kann das Krankenhaus zukünftig auch erkennen, wie viel Zeit ein Bett in der Aufbereitung verbringt. Daraus sieht man z.B. ob es zu viele Betten gibt, oder ob die Prozesse optimal ablaufen.
Permalink: RFID in Kliniken umstritten
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Wong
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