Nanonase meets RFID – Die Revolution im Supermarkt?
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Was machen Sie, wenn eine Ware in Ihrem Kühlschrank ein paar Tage über dem Verfallsdatum liegt? In den meisten Fällen lautet die Antwort wohl schlichtweg: Wegschmeissen, wenngleich es sich doch um ein Mindest-Haltbarkeitdatum handelt und die Waren meist noch tage-, wenn nicht wochenlang völlig geniessbar sind. Experten schätzen, dass 30 Prozent aller Lebensmittel weggeworfen werden, nur, weil ihr Haltbarkeitsdatum überschritten wurde.
Die Lösung gegen dieses Problem lautet: Nanotechnologie plus RFID. Einem Bericht auf der Webseite des Deutschlandsradios zufolge, gibt es schon jetzt vielversprechende Versuche der niederländischen Aquamarijn Micro Filtration BV, bei denen Nanodrähte auf bestimmte chemikalien reagieren:
"Der Nanodraht reagiert auf eine Störung des ihn umgebenden elektrischen Feldes. Man muss natürlich eine sehr empfindliche Messmethode wie das 'Lock-In'-Verfahren verwenden: Man schickt einen Wechselstrom einer bestimmten Frequenz durch den Nanodraht und konzentriert sich auf die Widerstandsänderung bei dieser Frequenz; so kriegt man das Rauschen raus. Wenn jetzt eine Fremdsubstanz an den Draht andockt, ändert sich der Widerstand. Das Zeitintervall, in dem das stattfindet, ist ein weiteres Kriterium für die Qualität der Messung."
Wenn dann der Nanodraht erkannt hat, dass eine Ware kurz vor dem Verfallsdatum steht, so wird diese Information durch das RFID-Etikett an ein Plastikdisplay weitergegeben:
Mit der Kombination von Funketikett, Plastikdisplay und Nanodrahtsensor könnte man endlich jedem einzelnen Käse im Supermarkt-Regal Gerechtigkeit widerfahren lassen: Die un- und überreifen Käse würden ihren Zustand mit einem niedrigeren, die gerade richtigen mit einem höheren Preis signalisieren, weggeworfen würde keiner mehr.
Eine wahre Revolution. Man mag jetzt einwenden, dass in der "guten alten Zeit" die menschliche Nase ähnliches geleistet hat. Doch angesichts der heute umgesetzten Warenmengen ist dies ein Argument, das nicht wirklich überzeugt….
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