Malaysia: Autoschilder bald mit RFID
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Die c´t hatte vor zweieinhalb Jahren einmal einen aprilscherz im Heft, wo vorgeschlagen wurde, Autos und Motorräder mit Hilfe von RFID-Chips in den Nummernschildern zu überwachen. Was seinerzeit wie eine groteske Vision orwellschen Ausmaßes klang, wird vermutlich bald Wirklichkeit werden.
Auf heise.de findet sich folgende Nachricht:
Nach erfolgreichen Tests in Japan wollen die Verkehrsbehörden von Malaysia Neufahrzeuge künftig nur noch mit funkenden Nummernschildern zulassen. Die sogenannten e-Plates lassen sich über stationäre oder mobile Scanner dann nicht nur an jeder Straßenecke, sondern auch über Entfernungen von bis zu 100 Meter auslesen. Die in die Kennzeichen integrierten Long-Range-Funkchips enthalten Informationen über den Halter sowie Fahrzeugdaten.
Der Sinn der Übung ist die Eindämmung von Diebstählen.
Für Europa ergeben sich in diesem Bereich sicherlich auch einige interessante Möglichkeiten:
Vor dem Hintergrund der geplanten Einführung einer Pkw-Maut – und nicht zuletzt wegen der konstant latenten Terrorgefahr hierzulande – dürfte das e-Plate-System über kurz oder lang auch deutsche Politiker in den Bann ziehen. In der EU testet Großbritannien bereits Funknummernschilder mit Long-Range-RFID-Systemen unter anderem in London, wo man Mautprellern, die vor der Stadteinfahrt gefälschte Kennzeichen an ihren Fahrzeugen montieren, leichter auf die Schliche kommen will.
Schöne neue Welt …
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