Leserresonanz: Focus setzt auf RFID
abgelegt im Archiv News am 21.01.08
Lesen Sie regelmäßig Zeitschriften? Wenn ja: Wie lange und welche Artikel? Und wie häufig lesen Sie bestimmte Artikel? Zugegeben: Alles Fragen, die uns LeserInnen eigentlich nur am Rande interessieren. Die Verlage sind da neugieriger, denn schließlich lassen sich Anzeigen umso besser verkaufen, je genauer man weiß, was, wann, wie und wie häufig gelesen wird.
So macht nun das Nachrichtenmagazin Focus den Anfang und stattet die einzelnen Zeitschriftenseiten mit RFID-Chips aus. Infoweek.ch schreibt hierzu:
Auf jede Doppelseite des "Focus" wird ein ca. briefmarkengrosser RFID-Chip "geklebt". Dann kommt das Heft in eine spezielle halterung. Die ist neben dem Chip das eigentliche Kernstück der neuen Methode zur Leserforschung. Meldet man sich per Knopfdruck an der Halterung an, erfasst der Chip dann ab sofort Daten wie die Zeit, die man braucht bis man weiter blättert, oder die Gesamtnutzungsdauer. Ebenfalls sollen die Lesereihenfolge und andere Präferenzen erfasst werden können.
Ich vermute mal, dass die Technologie eher in Wartezimmern als am Kiosk zum Einsatz kommt. Denn wie soll die komplette Auflage von rund 730.000 Exemplaren komplett ausgelesen und ausgewertet werden? Auch wenn es nicht aus dem Artikel hervorgeht, sind da wohl eher Teile der 90.000 Lesezirkel-Exemplare oder der 160.000 Hefte, die an Bord von Flugzeugen verteilt werden, gemeint.
Aber das wäre ja immer noch ausreichend, um sich ein besseres Bild des LeserInnenverhaltens zu machen....

Permalink: Leserresonanz: Focus setzt auf RFID
Tags: RFID Focus Leser Leserinnen Magazin Zeitschrift Umfrage Statistik Auswertung
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Wong
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