Kalifornien: RFID-Gesetz per Veto gekippt
abgelegt im Archiv Datenschutz am 06.10.06
Es kommt sicherlich nicht häufig vor, dass Gesetze per Veto gekippt werden. Doch im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien hat sich Gouverneur arnold schwarzenegger, gegen die Reglementierung von RFID-Techniken in Personaldokumenten ausgesprochen.
Zwar hatte das Parlament den Identity Information Protection Act of 2006 bereits verabschiedet, doch sah Schwarzenegger die Weiterentwicklung der RFID-Technologie damit behindert.
Eweek.com zitiert den gebürtigen Österreicher mit folgenden Worten:
I am concerned that the bill's provisions are overbroad and may unduly burden the numerous beneficial new applications of contactless technology
Man kann hierzu sicherlich beide Positionen nachvollziehen. Gewiss ist es wünschenswert, dass RFID-Dokumente voll und ganz fälschungssicher gemacht werden. Doch wer darauf von vornherein Rücksicht nimmt, gerät schnell in Entwicklungsrückstand.
Was ich aber viel interessanter finde, ist die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit diesem Thema, die es in Deutschland augenscheinlich nicht gibt. Denn obwohl nachgewiesen wurde, dass die deutschen RFID-Pässe nicht sicher sind, ist kein Politiker auf die Idee gekommen, ein solches Gesetz zum Schutz der Privatssphäre zu beschliessen.
Vielleicht ist es an der Zeit, dass das Thema RFID und Datenschutz auch hierzulande noch mehr in den Blickpunkt rückt ..
(gefunden bei heise.de)

Permalink: Kalifornien: RFID-Gesetz per Veto gekippt
Tags: Schwarzenegger Kalifornien RFID Diskussion Datenschutz Gesetz Veto rfid kalifornien+rfid
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