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Technik
von Christoph Römer am 18.07.06

Gegenüber herkömmlichen RFID-Bausteinen liegt sein großer Vorteil nicht nur in der Fläche von 2 bis 4 Quadratmillimetern, sondern vor allem in der höheren Speicherkapazität.
Im TecChannel finden wir weitere Informationen:
Die Speicherchips sind kleiner als ein Reiskorn und können auf praktisch beliebigen Oberflächen angebracht werden. Informationen lassen sich darauf drahtlos schreiben und lesen (auch mehrfach) - der entsprechende Reader muss allerdings auf einen Millimeter an den Memory Spot herangebracht werden. Das verhindert unerwünschtes Abgreifen von Daten aus größerer Entfernung, wie es bei RFID-Funketiketten (Radio Frequency Identification) möglich ist.
Die Kapazität der Memory Spots ist deutlich höher als die von RFID-Tags - die bislang produzierten Prototypen fassen zwischen 256 Kilobit und 4 Megabit, und das trotz "veralteter" 180-Nanometer-Herstellungsprozesse. Ihre Lesegeschwindigkeit liegt außerdem mit bis zu 10 Megabit pro Sekunde deutlich über der von RFID (einige hundert Kbps). Allerdings sind Memory Spots auch einiges teurer. Sollte die Technik kommerzialisiert werden, könnte sich HP in einigen Jahren Preise zwischen zehn und 50 Cent vorstellen. Bei RFID arbeiten die Hersteller schon jetzt daran, den Preis pro Tag unter fünf Cent zu drücken.
Die Einsatzmöglichkeiten für die neuen Memory Spots sind geradezu unendlich. WCM schreibt hierzu:
So nennt HP als erstes mögliches Anwendungsbeispiel Krankenhäuser. Der Memory Spot könnte hier als Zusatz auf Patientennamensschildern angebracht werden und mehr oder weniger die komplette Krankengeschichte enthalten.
Aber auch ganz profane Anwendungsbeispiele sind denkbar. So könnten z.B. Ansichtskarten mit derartigen Memory Spots ausgestattet werden und gesprochene Urlaubsgrüße, Bilder oder sogar kurze Videos enthalten. Ebenso wird an einen Einsatz in der Werbung gedacht. Ein Memory Spot auf einem Plakat angebracht können weitergehende Informationen bis hin zum direkten Link eines Webshops enthalten. Auch im Tourismus können sich die Forscher aus Bristol derartige Lösungen vorstellen. An interessanten Plätzen können dann entsprechende Hinweisschilder eben nicht nur wie bisher Informationen über Sehenswürdigkeiten zeigen, sondern weitergehendes Material für den Abruf bereit halten.
Dazu passt auch, dass laut HP Lesegeräte im Prinzip in allen mobilen Devices wie Mobiltelefonen, Notebooks usw. untergebracht werden können. Dadurch kann nicht nur jederzeit eine Information abgerufen, sondern auch auf einen Memory Spot geschrieben werden.
Wann dieses Wunderwerk auf den Markt kommen wird, ist allerdings noch unklar.
Permalink: HP stellt Memory Spot vor
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Wong
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