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EU-Bürger werden zu RFID befragt

Posted by admin in Datenschutz
EU-Bürger werden zu RFID befragt

Im Rahmen der Aktion "Ihre Stimme in Europa" sammelt die EU noch bis Mitte September Meinungen europäischer BürgerInnen zum Thema RFID. Der Auswertung sollen dann auch Taten folgen und im Dezember 2006 Vorschläge für eine EU-Richtlinie zum Thema RFID gemacht werden.

Klar, dass sich der Hauptteil der Fragen um aspekte des Datenschutzes dreht. BürgerInnen haben zum Beispiel die Möglichkeit, zu entscheiden, in welchen Bereichen RFID ihrer Meinung nach Sinn macht und wo die persönlichen Rechte zu stark beeinträchtigt sind.

Bei golem.de lesen wir noch:

Dass RFID umstritten ist und von einigen Industriezweigen geradezu sehnsüchtig erwartet wird, spiegelt die Umfrage auch wider. So muss man sich, allerdings lediglich mit einer E-Mail-Adresse, zu erkennen geben, eine Registrierung ist vor der Teilnahme nicht erforderlich. Warum man sich für die Befragung interessiert, will die EU aber wissen: Auch ein Feld für die RFID-Hersteller ist neben Optionen wie "Interessierter Bürger" vorhanden. Inwieweit die Ergebnisse dieser Teilnehmergruppen dann gewichtet werden, ist derzeit nicht ersichtlich. Immerhin scheint der Kommission bewusst zu sein, dass in den vergangenen Jahren viel Aufklärungsarbeit um die unsichtbaren Funketiketten liegen geblieben ist. Viele Fragen zielen auf den Informationsstand der Bürger – auch in Deutschland ist der ePass mit RFID-Chip bereits seit Ende 2005 Realität, 2007 soll er neben Namen und Lichtbild auch Fingerabdrücke funken können. Außerdem sind sämtliche Tickets der Fussball-Weltmeisterschaft 2006 mit RFID-Tags versehen.
Die Befragung der EU läuft bis zum 17. September 2006. Die Kommission hat zu den Zielen der Aktion einige Basisinformationen in englischer Sprache zusammengestellt, die man gelesen haben sollte, bevor man den Fragebogen ausfüllt. Auch dieser ist nur in Englisch verfügbar.

Somit werden die "einfachen BürgerInnen", die kein technisches Englisch verstehen schon einmal von der Umfrage ausgeschlossen. Und ob und wann die entsprechende Richtlinie -so sie denn kommt- umgesetzt wird, ist noch nicht bekannt. Bis dahin hat die Industrie also Zeit, vollendete Tatsachen zu schaffen.


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